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 entschlacken, stärken, in Schwung bringen

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Nur nicht in die Nesseln setzen, aber in Nesselstoff schlafen?

Bärlauch ist der Kräutertrend des Frühjahres 2004 in den Supermarktregalen, ebenso wie das Thema Entschlackung. Ich möchte Ihnen hier ein sehr preiswertes wertvolles Kraut schmackhaft machen, was ebenso viel zu bieten hat. Damit soll eine Lanze für die verkannte Brennnessel gebrochen werden und vielleicht findet sie in Zukunft auch in Ihrem Umfeld ein kleines ungestörtes Plätzchen. Übrigens ernten sie die Pflanzenteile regelmäßig, so haben sie das ganze Jahr über eine gute Mineralstoffquelle, denn so bleibt die Pflanze ganzjährig zart.

Uritica nazza- DIE BRENNNESSEL in der Geschichte
Uritica so der wissenschaftliche Name, in der Übersetzung “die Brennende". Das Wort NESSEL stammt vermutlich von dem indogermanischem Wort NAZZA= nähen, denn bevor die Baumwolle ihren Triumphzug hatte wurde aus Brennnesselfasern Nesselstoff hergestellt. Die erste Manufaktur für Nesselzwirn gab es schon 1723 in Leipzig.

Bei den Germanen galt die Brennnessel als Zeichen für “Fruchtbarkeit und Potenz”. Zur Steigerung der Manneskraft wurden vor bereits 2000 Jahren eine Mischung aus Pfeffer und Nesselsamen empfohlen. Im Mittelalter wurde Brennnessel in den Urin des Patienten gelegt, um so die Chancen zur Gesundung zu beurteilen. Blieb die Nessel mehrere Tage frisch, war der Kranke demnach auf dem Weg der Besserung. Auch Hildegard von Bingen lobpreiste die Brennnessel.

Albrecht Dürer verewigte die Brennnessel in einem seiner Gemälde (ein Engel trägt eine Brennnessel zum Thron des Allerhöchsten). Auspeitschungen mit Brennnessel zur Behandlung von Scharlach oder Rheuma sind auch aus frühen Zeiten überliefert.

Doch auch die “Gegner” der wehrhaften, genügsamen Pflanze gab es schon sehr früh. So nannte der Schriftsteller und Naturforscher Plinus ( 24 n. Chr. geboren) die “am meist verhasste aller Pflanzen”, welche mit Giften zu Leibe rückt.

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Warum brennt die Nessel?

Nun das Brennen der Pflanze hat wohl schon jeder einmal erlebt und dies ist wohl auch der Grund, warum die Pflanze so unbeliebt ist. Die Pflanze besitzt ganz viele kleine Härchen, die Käfer und Insekten am hochklettern hindern sollen. In regelmäßigen Abständen befinden sich noch wesentlich längere Haare, die bei näherer Betrachtung eine spröde Verdickung am Ende aufweisen, welche bei Berührung auf- bzw. abbricht. So abgebrochen hat die Bruchstelle eine Art Kanüle, mit der sie sich in unsere Haut bohrt und dort das unangenehm brennende Gemisch aus seinem Inneren “spritzt”. Das Gemisch aus einem Natriumsalz (ähnlich der Ameisensäure), Histamin (ein Eiweiß, das auch von Körper selbst bei allergischer Reaktion ausgeschüttet wird) und einem chemischen Botenstoff (Acetylcholin= Blutdruck senkender Stoff) ist der Auslöser für das unangenehme Brennen und die erst blassen, dann rötlichen Quaddeln.

Verwenden sie deshalb beim Ernten Handschuhe, bzw. streifen sie die Pflanze von oben nach unten, denn die Brennhaare brechen nur gegen den Strich.

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Die Brennnessel heute
Besonders verbreitet sind die kleine und die große Brennnessel, welche eine Größe von etwa 40 cm bis zu 150 cm erreichen. Jedoch findet man sie Dank übereifriger Garten- und Hausbesitzer nur noch in verlassenen, verwilderten Gegenden. Die chemische Keule wird energisch gegen die Pflanze eingesetzt, die sich gern in Menschennähe ansiedelt.

Anders sieht das im Wendland aus, wo seit wenigen Jahren der weltweit einzige Hersteller von Nesselstoff weite Felder der großen Nessel unterhält. Und das ist gut so, denn die Brennnesselfelder bieten vielen Tieren und Pflanzen ein neues Biotop. Vor allem Schmetterlinge sind auf Brennnesselpflanzen angewiesen. So leben insbesondere die Raupen von Tagpfauenauge und Admiral fast ausschließlich von  und an Brennnesselblättern! mehr lesen über das Wendland

Auch unternehmerisch ist dieses Vorhaben sinnvoll, denn die Naturfaser hat viel zu bieten und findet mittlerweile nicht nur in der “Ökoszene”; sondern auch in Designeranzügen Anwendung macht laut Hersteller sogar als Verbundstoff der Glasfaser Konkurrenz. mehr zum Stoffkontor Kranz

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Brennnessel in der Küche und Hausapotheke
Die große, sowie die kleine Brennnessel haben heilende Wirkung und sind bereits im zeitigen Frühjahr für uns verfügbar. Die kleine Brennnessel brennt jedoch stärker, als die große. Blätter, Stängel, Blüten, Samen, Wurzeln- alle Pflanzenteile können durch verschiedene Aufbereitungsarten frisch oder getrocknet verwendet werden.

Bei der Verwendung von frischen Pflanzenteilen können sie dem Brennen durch kurzes Brühen oder marinieren in Öl vorbeugen.

  • Blutreinigend, blutbildend - wirkt die Brennnessel vor allem durch ihren hohen Anteil an Eisen. So ist die Brennnessel besonders bei Blutarmut und Erschöpfungszuständen, wie auch bei Frühjahrsmüdigkeit empfehlenswert. Sie liefert jedoch auch in reichem Maße andere Spurenelemente, Vitamin A und wichtige Enzyme.

  • Harntreibend, abführend - und somit reinigend- wirkt die Brennnessel auf den gesamten Stoffwechsel. Brennnessel fördert die Ausscheidung von Harnsäuren über die Nieren, linder Blasenbeschwerden, mindert Stoffwechselkrankheiten wie Gicht, Rheuma, aber auch Leber- und Gallenleiden.

VORSICHT! Bei Wasseransammlungen durch eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit keine Anwendung ohne ärztliche Absprache.

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Tipp:

Brennnessel- Kaltauszug- Frühjahrskur

 

Pflücken Sie 1- 2 Hand voll frische junge Brennnesselspitzen, achten sie dabei auf den Standort der Pflanzen (nicht in der nähe von Abgasen und anderen Verunreinigungen).

 

Sehr klein und jung brennen sie noch nicht so sehr. Fein gehackt (so können sie diese auch für Salate verwenden)

werden die Pflanzenteile in einem Glasgefäß mit Wasser übergossen, bis sie bedeckt sind.

 

Das Gefäß stellen sie nun abgedeckt ans Fenster und schon bald beginnt sich das Wasser schön hellbraun zu färben, da die Inhaltsstoffe der Brennnessel ins Wasser übergehen.

 

Das Getränk sollte nicht länger als 4 Stunden stehen und somit nie ganz dunkel werden, da dann bereits die die Gärung einsetzt. Vor dem Trinken durchs Sieb gießen und eventuell mit etwas frischer Zitrone verfeinern, das fördert auch die Verfügbarkeit des Eisens für den Körper.
 

Mit oder ohne Honig kalt oder aber auch lauwarm 3- 4 Tassen über 1-4 Wochen getrunken, haben sie so eine einfache, aber wirkungsvolle Trinkkur.

 

weitere Tipps

 

 

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